Die freiwillige gesetzliche Krankenversicherung wird 2015 teurer

Das Bundesarbeitsministerium hat die neuen Werte für die Bemessungsgrößen der gesetzlichen Krankenkassen in einem Verordnungsentwurf bekannt gegeben. Dabei steigen die Bemessungsgrenzen in etwa um 2,03% in Deutschland.

Mit der Bemessungsgrenze steigen auch die Beiträge

Die Bemessungsgrenze wird jedes Jahr vom Bundesarbeitsministerium neu festgelegt. Dabei wird die Grenze an die Lohn- und Gehaltsentwicklung in Deutschland angepasst. Und die Einkommen sind in West- und Ostdeutschland zusammen um durchschnittlich 2,03% gestiegen. So weit so gut, aber als Selbständiger muss sich das Einkommen ja nicht auch erhöht haben.

Selbständige haben nicht immer kontinuierliche Einnahmen und keinen Arbeitgeber, der jedes Jahr tarifliche Gehaltserhöhungen vornimmt. Da hat die private Krankenversicherung für Selbständige viele Vorteile, denn die Beiträge werden nicht anhand des Einkommens berechnet. Wer sich für eine private Krankenversicherung interessiert, der kann hier einen PKV Vergleich der Tarife erhalten.

Leider steigen nur die Bemessungsgrößen zur freiwilligen Krankenversicherung auch um 2,03% und damit die Beiträge zur GKV. Das betrifft vor allem diejenigen, die nur den Mindestbeitrag in die GKV einzahlen, weil ihre Einnahmen nicht sehr hoch sind. Für diese Freiberufler und Selbständige ist die Erhöhung sicher keine gute Nachricht. Aber die kommt jetzt, denn die allgemeinen Beitragssätze zur gesetzlichen Krankenkasse werden von 15,5% auf 14,6% gesenkt. Das sollte dann zu einer Reduzierung der Beiträge führen.

Auch die Beitragsbemessungsgrenze wird erhöht

Die Erhöhung der Bemessungsgrenzen wird sich auch für besser verdienende Angestellte oder Selbständige negativ auswirken. Denn die Beitragsbemessungsgrenze wird ebenfalls angehoben. Damit wird ein höherer Anteil vom Gehalt fällig, der in die gesetzliche Krankenversicherung gezahlt wird. Wer diese Beitragserhöhung nicht mitmachen will, der sollte sich überlegen, ob ein Wechsel in die private Krankenversicherung sinnvoll ist. Bei der PKV werden die Beiträge unabhängig vom Gehalt erhoben.

Allerdings können Angestellte nur dann in eine private Krankenversicherung wechseln, wenn sie über der Versicherungspflichtgrenze verdienen. Und diese Grenze wird 2015 auch wieder angehoben. Wer aber darüber liegt, der kann von günstigen Beiträgen und mehr Leistungen bei der PKV profitieren.

Was eine private Krankenversicherung kosten würde, kann man hier mit einem PKV Vergleichsrechner herausfinden. Der Vergleichsrechner berechnet anhand der gemachten Angaben den günstigsten Beitrag der verschiedenen privaten Krankenversicherungen. Es sei aber angemerkt, daß sich eine PKV meist nur für jüngere Arbeitnehmer ohne eine große Familie lohnt.

Am ungünstigsten wirkt sich die Anhebung der Bemessungsgrenzen auf freiwillig Versicherte in der GKV aus. Hier muss der volle Anteil von Arbeitgeber und Arbeitnehmer bezahlt werden. Wer über der Beitragsbemessungsgrenze verdient, der wird jedes Jahr deutlich mehr für die Krankenversicherung und Pflegeversicherung bezahlen müssen.